Sardiniens Norden: die schönsten Orte

9 Höhepunkte für deinen Urlaub

Der Norden Sardiniens lockt mit jeder Menge Sehenswertem. Doch worauf soll man sich bei all dem Angebot konzentrieren? Lies jetzt unsere Auswahl von 9 Urlaubs-Highlights im Norden Sardiniens, bei denen von spektakuläre Naturlandschaften und Stränden, urige Städtchen, Spaß mit den Kindern bis hin zu Outdoorsport oder Ausgehen und Luxus für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Die türkisfarbene See im Golf von Asinara von oben

Die türkisfarbene See im Golf von Asinara

Der Nordwesten Sardiniens

Sardiniens Nordwestküste ist für seine historischen Städte mit sehenswerter Architektur berühmt. Dazu gibt es viele landschaftliche Reizpunkte. Hier sind einige der schönsten:

1. Asinara Nationalpark

Lust auf ein unvergessliches Naturerlebnis? Der Nationalpark Asinara liegt vor der Nordwestküste Sardiniens und umfasst die gleichnamige, rund 51 km² große Insel Insel sowie ein geschütztes Meeresgebiet. Seit seiner Einrichtung im Jahr 1997 steht das Gebiet unter strengem Schutz, um seine außergewöhnliche Biodiversität und landschaftlichen Reizpunkte zu bewahren.

Asinara wurde jahrzehntelang als Hochsicherheitsgefängnis und Quarantänestation genutzt. Die damit verbundene Isolation hat dafür gesorgt, dass sich die Natur zwischen zerklüfteten Küsten und mediterranen Macchia ungestört entwickeln konnte.

Noch heute ist  Asinara ein Rückzugsort für zahlreiche Tierarten, darunter der charakteristische weiße Asinara-Esel, sowie seltene Vogelarten und Meereslebewesen. 

Ein Besuch der Insel ist ein Spaß für die ganze Familie. Am besten nimmst du an einer geführten Tour teil, wobei du Asinara mit dem Fahrrad oder mit dem Jeep erkunden kannst. Ebenfalls beliebt sind Bootsausflüge entlang der Küste.

Tipp: Den Park kannst du mit dem Boot ab Stintino oder Porto Torres erreichen, wobei die Anreise in vielen Touren enthalten ist.

Blick auf die Stadt Castelsardo, überragt von der Burg, Nordsardinien

Castelsardo und seine alte Burg

2. Castelsardo

Castelsardo ist ein malerisches, mittelalterliches Städtchen an der Nordküste Sardiniens. Es liegt spektakulär auf einem Felsen über dem Meer und wird vom imposanten Schloss Doria überragt, in dem heute das Museum dell’Intreccio Mediterraneo untergebracht ist.

Bei deinem Besuch schlenderst du durch die engen Gassen der Altstadt, in denen sich farbenfrohe Häuser und traditionelle Handwerksläden verbergen. Castelsardo blickt insbesondere auf eine lange Tradition der Korbflechterei zurück.

Entlang der Küste laden mehrere Strände und Buchten zum Baden ein, während du in der Umgebung den markanten Elefantenfelsen (Roccia dell’Elefante) oder die direkt am Meer gelegene Kirche des Sant’Antonio Abate bestaunen darfst. 

Castelsardo lädt ferner zu entspannten Spaziergängen bei Sonnenuntergang ein. Kehre auf frischen Fisch in eines der gemütlichen Meeresrestaurants ein und genieße den atemberaubenden Ausblick auf den Asinara-Archipel.

Historische Gebäude in der sardischen Stadt Alghero

Die reizende Altstadt von Alghero and der sardischen Nordwestküste

3. Alghero

Inmitten gut erhaltener Stadtmauern, die im Mittelalter von den Aragonesen errichtet wurden, verbirgt sich Alghero, eine der markantesten Städte Sardiniens.

Dein Rundgang durch die von katalanischer Architektur geprägte Altstadt führt dich vorbei an urigen Plätzen, der Kathedrale der Santa Maria und Teilen der eindrucksvollen Festungsanlage. Am frühen Abend begibst du dich am besten zur Uferpromenade und genießt dort den Sonnenuntergang.

Algheros Küste bietet herrliche Möglichkeiten zum Schnorcheln und Tauchen. Dazu kannst du es dir bei einem entspannten Badetag an Traumstränden wie Spiaggia di Maria Pia oder Le Bombarde gutgehen lassen. 

Tipp: Ein besonderes Highlight ist ein Ausflug zur Neptungrotte (Grotta di Nettuno) am Capo Caccia, die entweder per Boot oder über eine spektakuläre Treppe entlang der Klippen erreichbar ist.

Eine Brücke über den Temo und fabenfrohe Häuser in Bosa, Sardinien

Bosa präsentiert sich in leuchtenden Farben

4. Bosa

Im Westen Sardiniens, an den Fluss Temo geschmiegt, liegt Bosa. Die historische Stadt ist bekannt für ihre bunt gestrichenen Häuser, die sich terrassenförmig den Hang hinaufziehen, überragt von der gut erhaltenen Burg Malaspina.

Verliere dich in den verwinkelten Gassen der Altstadt und tauche in die traditionelle Handwerkskunst ein, die insbesondere für Filetstickerei berühmt ist. Begib dich zur Burg Malaspina hinauf und genieße den Ausblick, bevor du dir eine Pause bei einem guten Glas des örtlichen Malvasi-Weines genehmigst.

Spaziere auch den Temo entlang oder nimm an einer Bootsfahrt teil. Nur wenige Kilometer entfernt liegt übrigens Bosa Marina, wo du an einem langen Sandstrand baden oder Wassersport betreiben kannst. 

Tipp: Die von spektakulären Ausblicken auf das Meer geprägte Küstenstraße zwischen Alghero und Bosa zählt zu den schönsten Routen Sardiniens.

Anreise zum Nordwesten Sardiniens

Den Nordwesten Sardiniens kannst du direkt über den Fährhafen Porto Torres anfahren. Hier stehen die Fährverbindungen ab Italien, wie Genua - Porto Torres oder Civitavecchia (Rom) - Porto Torres zur Auswahl. Dazu gibt es ab Spanien die Fährline Barcelona - Porto Torres sowie ab Frankreich die Verbindung Toulon - Porto Torres.

Alternativ kannst du über den Flughafen Alghero anreisen und von dort mit dem Mietwagen, Taxi oder Bus weiterfahren.

Das Dorf San Pantaleo in der Region Arzachena, Gallura, Sardinien

San Pantaleo in der Nähe von Arzachena gilt als eines der schönsten Dörfer Italiens

Der Nordosten Sardiniens

Im Nordwesten Sardiniens ist die berühmte Costa Smeralda beheimatet. Zwischen den edlen Ferienresorts liegen viele traumhaft schöne Strände. Dazu gibt es aber auch einige kulturelle Sehenswürdigkeiten.

5. Arzachena

Du begeisterst dich für Archäologie und Geschichte? Dann ist Arzachena das Richtige für dich.

Bei einer Besichtigung der gut erhaltenen Gigantengräber Coddu Vecchiu und Li Lolghi tauchst du in die frühe Siedlungsgeschichte Sardiniens ein. Sehenswert ist auch Malchittu, einer der wenigen noch erhaltenen Megarontempel der Insel.

Unternimm auch einen Abstecher in die umliegenden Naturgebiete sowie zu den nahegelegenen Stränden der Costa Smeralda, etwa rund um Cannigione oder Baja Sardinia.

Tipp: Deinen ereignisreichen Tag in Arzachena lässt du am besten bei einem Glas Gallura-Weines ausklingen.

Die Insel Tavolara, Olbia, Sardinien

Ein echtes Naturerlebnis: Tavolara bei Olbia an der Costa Smeralda

6. Tavolara

Unmittelbar vor der Küste der lebendigen und auch an sich sehenswerten Hafenstadt Olbia, liegt eines der prägendsten Naturdenkmäler der Region. Bis zu 560 Meter ragt stolz der Kalksteinfelsen Tavolara empor, welcher zum Meeresschutzgebietes Punta Coda Cavallo gehört. 

Die traumhaft schönen Buchten der Insel, die einst als »kleinstes Königreich der Welt« bekannt stand, haben eine bemerkenswerte Artenvielfalt bewahrt.

Vor Ort kannst du an ausgewiesenen Bereichen baden und die glasklare See beim Schnorcheln oder Tauchen erkunden, die für ihre reiche Unterwasserwelt bekannt sind. Eine geführte Wanderung zum Gipfel führt dich vorbei an Rosmarin, Wacholder und Mastix. Oben angekommen, wirst du mit spektakulären Ausblicken über die Küste belohnt.

Tipp: Du kannst die Insel auch bei einer Bootstour umrunden und so nahegelegene Spots wie das Eiland Molara entdecken. Tavolara erreichst du übrigens per Boot, meist von Porto San Paolo oder Olbia aus.

Der kleine Segelhafen in Porto Cervo, Costa Smeralda, Sardinien

Porto Cervo und sein gemütlicher Segelhafen

7. Porto Cervo

Der Norden Sardiniens ist weltberühmt für sein elegantes Flair und seit jeher ein Ziel der Reichen. Wenn du einen kleinen Einblick in das »besonders süße« Dolce Vita der Costa Smeralda erhalten möchtest, kannst du einen Ausflug nach Porto Cervo unternehmen.
Der Ort wurde in den 1960er-Jahren gezielt als Luxusdestination entwickelt und gilt als einer der exklusivsten Ferienorte im Mittelmeerraum.

Während eines Besuchs kannst du entlang der Marina di Porto Cervo spazieren und einige der beeindruckendsten Yachten Europas bestaunen oder durch das Zentrum mit der Piazzetta und exklusiven Boutiquen schlendern. Sehenswert ist auch die Kirche der Stella Maris, die oberhalb des Hafens liegt und einen schönen Ausblick bietet.

In der Umgebung findest du einige der bekanntesten Strände Sardiniens, wie die Spiaggia del Principe oder Liscia Ruja, die sich ideal zum Baden eignen. Zudem ist Porto Cervo ein perfekter Ausgangspunkt für Bootsausflüge entlang der Costa Smeralda

Anreise zum Nordosten Sardiniens

Nordost-Sardinien erreichst du besonders bequem mit den Fähren nach Olbia und nach Golfo Aranci, mit planmäßigen Verbindungen ab der italienischen Westküste – inbesondere der Toskana – aber auch ab Nizza in Südfrankreich. Besonders beliebt sind die Fährlinien Genua – Olbia und Livorno – Olbia, sowie Livorno - Golfo Aranci. Es finden aber auch Fahrten ab Piombino, Savona und Civitavecchia und mehr Häfen statt.

Tipp: Sardinien verfügt insgesamt über 7 große Fährhäfen. Alle Verbindungen und Fahrpläne findest du auf unserer Seiten zu den Fähren nach Sardinien dargestellt.

Alternativ zur Anreise mit dem Schiff kannst du den Flughafen Olbia (Costa Smeralda) nutzen, der nur wenige Kilometer von den wichtigsten Orten der Region entfernt liegt und gute Verbindungen zu vielen europäischen Städten bietet. Für die Weiterreise vor Ort empfiehlt sich ein Mietwagen, da viele Strände und Sehenswürdigkeiten nur eingeschränkt mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind.

Das Eiland Spargi im La-Maddalena-Archipel

Spargi: Inselromantik pur im Archipel um La Maddalena

Sardiniens Nordspitze

In seinem nördlichste Punkt schückt sich Sardinien mit spektakulärer Natur und fantastischen Ausblicken auf die Straße von Bonifacio und das nahe gelegene Korsika.

8. La Maddalena

Nördlich vom Hafen Palau liegt ein landschaftlich ganz besonderer Leckerbissen. La Maddalena ist die Hauptinsel des gleichnamigen Archipels im Nordosten Sardiniens und Teil eines 1994 gegründeten Nationalparks, der sowohl Land- als auch Meeresflächen umfasst. Der Archipel besteht aus über 60 Eilanden und ist bekannt für seine Granitformationen, die durch Wind und Erosion geformt wurden, sowie für seine außergewöhnlich klaren Gewässer.

Die Insel La Maddalena ist bewohnt und über eine Brücke mit der Nachbarinsel Caprera verbunden. Neben eines Tagesausfluges ab Palau lohnt es sich, La Maddalena gezielt zu erkunden. Eine der besten Möglichkeiten ist die Fahrt entlang der Küstenstraße (Strada Panoramica), die rund um La Maddalena führt und Zugang zu verschiedenen Badebuchten bietet. Auf Caprera findest du zudem gut ausgeschilderte Wanderwege sowie das ehemalige Wohnhaus von Giuseppe Garibaldi, das heute als Museum zugänglich ist. 

Darüber hinaus sind Bootstouren innerhalb des Nationalparks beliebt. Sie sind streng reguliert, ermöglichen aber den Zugang zu abgelegenen Inseln wie Spargi oder Budelli, wo bestimmte Zonen nur eingeschränkt betreten werden dürfen, um das Ökosystem zu schützen.

Auf Caprera befinden sich mehrere gut erreichbare Badeplätze. Dort kannst du beim Schnorcheln einiges entdecken. Bitte informiere dich allerdings vorab über Zugangsregeln und Schutzbestimmungen und verfahre auch sonst respektvoll mit Flora und Fauna, damit die besondere Artenvielfalt erhalten bleibt.

Alle Informationen zur Anreise mit der Fähre Palau – La Maddalena erfährst du auf Ferryhopper.

Der Leuchtturm am Capo di Testa, Nordsardinien

Ausflug zum Capo di Testa an der sardischen Nordspitze

9. Das Capo Testa

Capo Testa ist eine markante Landzunge im Norden Sardiniens, unweit von Santa Teresa Gallura, und gehört zu den landschaftlich eindrucksvollsten Küstenabschnitten. Die Halbinsel ist bekannt für ihre bizarren Granitformationen, die über Jahrtausende durch Wind und Meer geformt wurden, sowie für ihre verwunschenen, kleinen Buchten.

Das Capo Testa war bereits in der Römerzeit ein bedeutender Ort, insbesondere als Steinbruch für Granit, der bis nach Rom transportiert wurde. Heute steht die Region unter Naturschutz und bietet eine nahezu unberührte Küstenlandschaft mit spektakulären Ausblicken auf die Straße von Bonifacio und Korsika.

Während eines Besuchs kannst du die Halbinsel auf verschiedenen Wanderwegen erkunden, die durch die Felslandschaften und entlang der Küste führen. Besonders beliebt sind die Buchten Cala Spinosa und Rena di Ponente, die sich ideal zum Baden und Schnorcheln eignen. Schön ist auch der Spaziergang zum Leuchtturm, von wo aus du eine herrliche Aussicht genießt.

Anreise zum nördlichsten Punkt Sardiniens

Sardiniens Nordspitze lässt sich sowohl von Olbia als auch von Porto Torres gut erreichen. Besonders attraktiv jedoch ist der Hafen Santa Teresa Gallura, welcher mit dem korsischen Hafen Bonifacio direkt verbunden ist.

Die Fähren zwischen Santa Teresa Gallura und Bonifacio fahren mehrfach täglich und benötigen für die Fahrt gerade mal 50 Minuten. So kannst du Korsika und Sardinien in einem Urlaub kombinieren!

Ein kleine Fähre vor der Küste Santa Teresa Galluras in Nordsardinien

Mit der Fähre ab Santa Teresa Gallura bist du in nur 50 Minuten auf Korsika

Plane dein Abenteuer in Nordsardinien

Dein Traum vom Roadtrip durch den sardischen Norden nimmt langsam feste Züge an? Dann plane deine Reise jetzt mit günstigen Fährtickets auf Ferryhopper. Alle Verbindungen und Fahrpläne kannst du leicht in unserer Schiffsroutenkarte vergleichen.

Weitere Anregungen findest du übrigens auch in unserem Artikel zu den schönsten Orten Sardiniens.